Kaufland-Projekt (12.11.2002)

Kaufland-Projekt passt wie Faust auf´s Auge.
Verein Stadt+Planung verlangt Gutingi-Viertel statt Ufo.
Pressemitteilung vom 12.11.2002.

„Damit wird wieder ein Stück Göttinger Altstadt kaputt gemacht“ ist Uwe Scheibler überzeugt. Der Vorsitzende des Vereins Stadt+Planung bezeichnet das angedachte Supercenter-Projekt für das ehemalige Lünemann-Areal als Rückschritt für eine moderne Stadtentwicklung.
Die als Grundlage für einen neuen Bebauungsplan auf dem Gebiet des historischen Dorfes Gutingi vorgelegten Pläne lassen nach Ansicht des Vereins das Schlimmste befürchten. Ein völlig unnötiges Lebensmittel-Center mit riesigem Parkplatz soll hier entstehen. Logische Folge wäre das Verschwinden der vorhanden Lebensmittelläden, von Rewe bis hin zum Wochenmarkt. Nach Scheiblers Einschätzung muss auch bezweifelt werden, ob sich ein solcher Supermarkt an diesem Standort über längere Zeit wirklich halten kann und verweist auf das unselige Beispiel von Hertie/Carrée.
Wie Landschaftsarchitekt und Vorstandsmitglied Paul Kreuder von einem Gespräch mit den Investoren berichtet: „Wir haben dabei festgestellt, dass absolut kein Spielraum vorhanden ist, um die grosse historische Substanz des Gutingi-Geländes zu erhalten. Nicht nur würden einmalige Objekte die Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert und die Gebäude des ehemaligen Walkenrieder Schäferhofes ausgelöscht, auch die in der Kurzen und Langen Geismar bisher vorhandene kleinteilige städtebaulich gut erhaltene Struktur würde durch das riesige Volumen erschlagen. Unser Anliegen war es, mit konstruktiven Vorschlägen den Denkmalschutz und die Quartiergestaltung beim geplanten Projekt stärker zu berücksichtigen. Die Bemühungen liefen allerdings komplett ins Leere. Der wünschenswerte Erhalt des Rundbogenhauses, eine moderate Einfahrtsgestaltung, eine stilvollere Gestaltung der denkmalgeschützten Hempelgasse oder eine kleinteiligere Gestaltung des Neubaues an der Kurzen Geismar wurden von Investoren und Architekten als nicht realisierbar zurückgewiesen. Ausschliesslich kurzfristige wirtschaftliche Interessen und eindeutige nicht verhandelbare Vorgaben des Investors sind Grundlage für das Projekt. Weitere gestalterische Spielräume und Kompromisse sind, wie wir mit Bedauern feststellen mussten, nicht vorhanden.“
Wie der Verein weiss, liegt seit Mitte Oktober das entsprechende Verkehrsgutachten vor. Allerdings werden die Ergebnisse bisher geheim gehalten. Der 2. Vorsitzende, Dr.Krause-Gründel, rechnet aber mit erheblichen strassenbaulichen Veränderungen. So müsste die Kurze Geismar von der Hospitalstraße bis zur Kreuzung auf Kosten des Fussgängerbereiches auf 4 Spuren verbreitert werden, um den zusätzlichen Verkehr mit rund 5.000 – 8.000 Fahrzeugbewegungen zu bewältigen. Anschliessend würde die Geismar-Tor-Kreuzung ausgebaut werden müssen.
Dies alles würde aber trotzdem nicht ausreichen. Eigene Verkehrszählungen des Vereins haben nämlich ergeben, dass schon der heutige Verkehr zu unterschiedlichen Zeiten chaotische Verhältnisse produziert. „Den Schaden werden auch die Anwohner und Anwohnerinnen der Reinhäuser und der Geismar Landstrasse haben“ ist sich Krause-Gründel sicher.

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